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» Kuckucksbähnel 2013

 
 Bericht zum Ausflug der Ortsverbände Limburgerhof K42 und Schifferstadt K38 mit dem Kuckucksbähnel

 


Anstatt wie in den letzten Jahren wieder einen Fieldday zu veranstalten, kam dieses Mal die Idee auf, einen Tagesausflug mit “ HF-Aktivität “ zu unternehmen. Schnell wurde das sogenannte Kuckucksbähnel als lohnenswertes Ziel auserkoren. Hierbei handelt es sich um eine historische Dampflokomotive/-zug, die von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. (DGEG) an mehreren Wochenenden im Jahr als Museumsverkehr wieder zum Leben erweckt wird. Die Stecke geht von Neustadt an der Weinstraße über Lambrecht durch die Tiefen des Pfälzer Waldes zur Endstation Bahnhof Elmstein.
 
Der Ausflug fand am Sonntag den 09. Juni 2013 statt. Am frühen Morgen vor Antritt der Reise sahen die Wetterbedingungen zuerst alles andere als gut aus. Erst ein kurzes Gewitter und dann nach kurzer Unterbrechung starker Regen für längere Zeit. Immerhin versprach das Wetterradar im Internet mittelfristig Besserung, es bestand also Hoffnung dass der Ausflug nicht ins Wasser fällt.
 
Die Anreise zum Hauptbahnhof Neustadt an der Weinstraße, von wo die Reise mit der historischen Eisenbahn beginnen sollte, erfolgte individuell durch die Teilnehmer mit dem Auto oder der S-Bahn.
 
Kurz vor der Abfahrt des Kuckucksbähnel waren dann alle von uns am Hauptbahnhof eingetroffen. Unsere Reisegruppe bestand aus insgesamt 15 Personen, teilweise mit Ehefrauen und Kindern. Vom Ortsverband Limburgerhof K42 war der OVV mit Gattin und eine weitere Person mit dabei.
 
Mit sehr viele Getöse, Dampf und Rauch fand die Abfahrt pünktlich um 10:45h statt. Wir hatten ein eigenes Zugabteil für uns reserviert. Insgesamt war der ganze Zug sehr gut mit Gästen besetzt. Für das leibliche Wohl war während der Fahrt dank eines „Speisewagens“ gesorgt.
 
Bis Lambrecht waren wir noch auf dem regulären Bahngleisen unterwegs. Ab Lambrecht fuhr unser Zug dann auf der eigentlichen historischen Nebenstecke Richtung Elmstein. Bis dahin gab es mehrere Zwischenstopps – zum Fotografieren und um Passagieren, welche nicht die komplette Stecke bis Elmstein fahren wollten, einen Ausstieg und Zustieg zu ermöglichen.
 
Selbstverständlich wurden unsere Fahrkarten (rechteckig und aus dicker Pappe) auch traditionell von einem der Zugschaffner in historischer Uniform mechanisch „gelocht“ ( entwertet ).
 
Während der Fahrt wurde das Wetter immer besser. Hatte es in Neustadt bei der Abfahrt nur noch ganz leicht geregnet, so zeigten sich jetzt immer mehr Lücken in der zuvor noch grauen Wolkendecke. Die Ankunft erfolgte gegen 12:00h am Bahnhof von Elmstein.
 
Wir entschlossen uns dann dort für einen etwa 3 km langen Fußmarsch in den Ortsteil Appenthal, welcher in einem Seitental liegt. Ziel war das Naturfreundehaus Elmstein.
 
Nach etwa einer halben Stunde dort angekommen wurde das wohlverdiente Mittagessen eingenommen. Nach dem Mittagessen war dann mehr als genügend Zeit für ein gemütliches Zusammensein.
 
Diese Zeit wurde ebenfalls genutzt für ein wenig Funkbetrieb, um das K38 Clubrufzeichen DF0SY in die Luft zu bringen.
 
Als Station diente ein kleiner Telegraphie QRP Transceiver der Firma Elecraft vom Typ KX1. Dieser macht mit einem kleinen 12 Volt Blei Gel Akku als externe Stromversorgung sichere 2 bis 3 Watt Ausgangsleistung auf den Bändern 40 Meter, 30 Meter und 20 Meter.
 
Die Antenne bestand aus einem 7,5 m langen Draht an einem kleinen Glasfiebermast. Als Gegengewicht (Erde) diente ein 5 m langer Draht, der auf dem Boden verleg war. Dank des internen Tuners im Transceiver war es kein Problem dieses einfache Gebilde an 50 Ohm anzupassen.
 
Insgesamt standen am Ende acht QSO`s im Log. Hiervon ein Standard QSO auf 30 Meter mit einer italienischen Station (IK2) sowie sieben Kontest QSO's auf 20 Meter (LZ, SM, YL, YO und YO) und ein Kontest QSO auf 40 Meter nach DL. Es lief gerade der Word Wide South Amerika Kontest auf der kurzen Welle.
 
Es braucht also nicht immer einen riesigen Aufwand um QRV zu werden! Die gesamte Station passte ohne Probleme in einem Rucksack und war so gut transportierbar.
 
Der Rückmarsch Richtung Elmsteiner Bahnhof begann gegen 16:00h vom Naturfreundehaus aus. Auf der halben Strecke gab es einen kurzen Zwischenstopp bei einer ganz kleinen Kirmes im Ortsteil Appenthal.
 
Die Rückfahrt begann um 17:10h. Zwischenzeitlich hatten wir schon seit längerem schönes Wetter. Nicht zu warm, aber auch kein Regen, gerade richtig zum Wandern.
 
Die Ankunft am Zielbahnhof Neustadt erfolgte gegen 18:20h. Von da an trennten sich wieder unsere Wege – individuelle Rückfahrt mit dem Auto oder der S-Bahn.
 
Die Reise hat mir und vermutlich auch den meisten anderen Spaß gemacht. Der Wettermacher Petrus war uns gnädig und es war sehr interessant eine historische Dampflokomotive, mit viel Rauch und Dampf, einmal in Aktion zu erleben. Immerhin ist diese Art der Fortbewegung den jüngeren Mitgliedern der Reisetruppe in keiner Weise aus eigener Erinnerung vertraut. Wer seine Kenntnisse über die Dampfära vertiefen möchte, dem sei ein Besuch im Neustadter historischen Eisenbahnmuseum empfohlen.


Erstellung: Nino Stahl, DL3IAS

 

 Vor der Abfahrt

 

Dampf und Rauch

 

 Im Zugabteil

 

Zwischenstop

 

 

Naturfreundehaus

 

 

 

 

Auf der Kirmes

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